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Spanien wieder gut gebucht

„18 bis 20 Prozent“ mehr Gäste / Aber Probleme auf den Kanaren

Von Sabine Mischnat, tdt

Frankfurt am Main (tdt) - Leidet der Spanien-Tourismus, krankt die Reiseindustrie – von keinem anderen Zielgebiet ist diese Branche so abhängig.

Nun hofft sie wieder. Dem Land sei es gelungen, 2004 den „Negativtrend der letzten Jahre zu stoppen“, so Peter Aderhold von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), die für Spanien einen Marktanteil bei den Auslandsreisen der Deutschen von 13,6 Prozent errechnete. Mit weitem Abstand dahinter folgen Italien (7,4 Prozent), Österreich (6,5), die Türkei (6,4), Frankreich (3,2) und Griechenland (3,1).

Wie sehr die Veranstalter die Freude am Spanien-Geschäft wieder gefunden haben, zeigen ihre Buchungslisten. Mallorca und die Balearen beispielsweise würden 2005 um „um 18 bis 20 Prozent zulegen“, so Thomas Cook-Chef Wolfgang Beeser. Und auch FTI rechnet laut Produktmanager Dieter Josef landesweit mit „einen Zuwachs der Gästezahlen im zweistelligen Bereich. “

Das Land sei einfach „wieder sehr im Trend“, formuliert auch Airtours-Manager Jürgen Heiss. Das „besondere Ambiente“ mache es wett, was direkte Mitbewerber wie die Türkei oder Ägypten auszeichne – günstigere Nebenkosten und „umfangreichere Einrichtungs- und Ausstattungsmerkmale. “

Welche Volumina hinter Spanien stehen, verdeutlichen Wirtschaftszahlen: Bei Thomas Cook beispielsweise ist jedes dritte verkaufte Arrangement eine Spanien-Reise – 2,5 Milliarden Euro erlöste der Oberurseler Konzern 2004/2005 auf den Balearen, Kanaren und dem Festland.

Selbst Neueinsteiger wie Dertour – die Frankfurter Rewe-Tochter ist erst seit Winter zwischen Alicante und Zaragoza präsent – finden auf Anhieb Gefallen an dem Zielgebiet. Es habe „die Erwartungen mehr als übertroffen“, formuliert Produktleiter Dietmar Malcherek, der in der ersten Sommersaison 260 Hotels offeriert. Die Leistungsträger dort hätten nicht nur eine „große Preisdisziplin geübt“. Das Zielgebiet biete auch insgesamt „einen optimalen Mix, der alle Ansprüche und Bedürfnisse abdeckt. “

Das weiß auch Deutschlands größter Reisekonzern, der 2003/2004 mehr als 2,3 Millionen Kunden nach Spanien brachte - deutlich weniger als in den vorangegangenen zwölf Monaten. Das führte zu einer zurückhaltenden Planung, die bis heute anhält: Das Angebot 2005 verharrt auf dem Stand von 2004 – jenem Jahr, in dem die Einkäufer jedes fünfte Hotel aus dem Programm warfen.

Parallel dazu drückte TUI – 35 Prozent des Gesamtaufkommens entfällt auf Spanien – die Preise. Wurden die Balearen zwischen 2003 und 2004 ein Zehntel preiswerter, fielen die Tarife in diesem Jahr noch einmal um drei Prozent. Auch für das Festland (minus fünf Prozent, minus zwei Prozent) und die Kanaren (minus sieben Prozent, minus 2,5 Prozent) wurde zweimal hintereinander der Rotstift gespitzt – ob es etwas geholfen hat, wird sich am Ende dieser Saison weisen.

Dass Europas größter Reisekonzern vor allem auf den Kanarischen Inseln Probleme hat, zeigt sich schon länger. Das Ziel, heißt es in einem TUI-Papier, leide „neben dem eher hochpreisigen Image auch unter einem älteren, etwas angestaubten Bild. “

Tages-Thema

Wellness-Urlaub ist in

 Hannover (tdt) – Fitnessferien sind der Renner auf dem Reisemarkt: 2012 werden bundesweit mehr als fünf Millionen Wellness-Reisen im Wert von über einer Milliarde Euro gebucht. 2020 sollen es dann bereits 6,8 Millionen Arrangements sein. Diese nun von TUI vorgelegte Prognose basiert auf Zahlen des Deutschen Wellness Verbandes, der Gesellschaft für Konsumforschung und des Instituts für Freizeitwirtschaft.

   Dabei läuft offenbar die Türkei Österreich als einem der klassischen Wellness-Ziele den Rang ab. Bei Deutschlands größtem Reiseveranstalter zumindest ist das Land - hinter der Bundesrepublik und Spanien – bereits das drittwichtigste Zielgebiet.

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